Weingut Piewald

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Weingarten und Keller


Draußen


Um guten Wein zu machen braucht es Intentionen, Ideen, eine Vorstellung davon, wo man mit seinen Veltlinern und Rieslingen, seinen Federspielen und Smaragden eigentlich hin will. Selbst dann, wenn man sich nur als Begleiter von Rebstock und Trauben durch das Jahr sieht, ist ein Konzept von Nöten. Die Eckpunkte meiner Weingartenphilosophie sind naheliegend und doch entscheidend. Ich lasse das Wetter sprechen, reagiere darauf, versuche aber nicht durch Eingriffe den künftigen Wein unnötig zu beeinflussen. Ich gebe den Trauben Zeit, lege Wert auf eine lange Vegetationsperiode und lese möglichst dann, wenn die Trauben sich in einem perfekten Säure-Zucker Gleichgewicht befinden. Meine Rebstöcke kenne ich samt und sonders und agiere in jedem Weingarten, je nachdem wie es die Rebsorten, Böden, die Expositionen und die klimatischen Bedingungen erfordern, individuell. Zu  guter Letzt weiß ich, dass im Boden und in alten aber gesunden Reben der Schlüssel gegenwärtiger und zukünftiger Top-Qualitäten liegt. Seine bedachte und behutsame Pflege haben folglich oberste Priorität.


Drinnen


Physiologische Reife steht an oberster Stelle in meiner önologischen Programmatik. Das schließt das Zustandekommen von Steinfedern fast zwangsläufig aus – in seltenen Fällen und sehr kühlen Jahren kann sie freilich ganz einfach passieren. Und was passiert, das passiert, sei es nun eine Steinfeder, ein biologischer Säureabbau oder ein wenig Restzucker im Wein. Ich lasse Wein werden und kann dem ersten auch noch einen zweiten Grundsatz hinterherschicken: „No risk, no fun“, wobei den beiden Mottos auch gewisse Grenzen gesetzt sind. So kontrolliere ich beispielsweise die Gärtemperatur, allerdings auch deswegen, um nicht in einen zu kühlen Bereich abzufallen, in dem sich intensiv primärfruchtige Aromen bilden. Meine Weine reifen im Edelstahltank, um ihre Klarheit und Präzision zu betonen und ich filtere sie auch, da ich der Meinung bin, dass blanke und glasklare Weine harmonischer wirken. Vor allem aber gönne ich meinen Weinen viel Zeit auf der Feinhefe, um derart Weine zu kreieren, die bekömmlich und lebendig aber zur gleichen Zeit auch komplex und langlebig sind.