Weingut Piewald

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Vinea Wachau


Codex Wachau

Vinea Wachau


Wein ist ein Naturprodukt. Seit ewigen Zeiten wachsen Trauben in Wäldern, Feldern und Terrassen. Wein ist aber auch ein Kulturprodukt, ein von Menschen entwickeltes und geprägtes Getränk, dessen elementare Bedeutung tief in die Geschichte zurückreicht und dessen Verarbeitung immer wieder, und meist sehr langsamen Wandlungen unterworfen war. Gerade in den letzten Jahrzehnten veränderte sich die Arbeit im Garten und Keller aufs Neue. Wein industrialisierte und technologisierte sich. Der CODEX WACHAU, eine von der Vinea Wachau erarbeitete Charta, garantiert den Konsumenten ein naturbelassenes, weitgehend unmanipuliertes Produkt. Die Mitglieder der Vinea Wachau, darunter auch ich, verpflichten sich:

  • Wein ausschließlich aus dem Anbaugebiet der Wachau zu keltern
  • ihre Weine weder zu chaptalisieren, noch zu konzentrieren
  • ihre Weine nicht zu aromatisieren
  • die Trauben per Hand zu lesen


Steinfeder


Das Fliegengewicht in der dreistufigen Hierarchie der Wachau Gewichtsklassen. Darf maximal 11,9% Alkohol haben und ist meistens als Jungwein konzipiert. Steinfedern gibt es bei mir nur in ausnehmend kühlen Jahren und selbst dann nur, wenn wirklich perfekte physiologische Reife erreicht ist.


Federspiele kombinieren Frucht und Frische, Vitalität und Charakter und erzählen zudem von ihrer Herkunft. Sie sind die goldene Mitte, das Weltergewicht unter den Wachauer Weinen, dessen Name von der Beuteattrappe des Falkners entliehen wurde. Kurz: sie sind vielmehr als die filigrane Alternative zu den Smaragden und sind sie akribisch vinifiziert, reifen sie ähnlich gut wie ihre großen Brüder. Federspiele müssen stets trocken ausgebaut werden, haben zwischen 12,00 und 12,99% Alkohol und meistens eine frische und lebendige Textur in einem durchaus kompakten Körper. Das macht sie nicht nur zu perfekten Begleitern durch alle vier Jahreszeiten sondern auch fast immer zu idealen Essensbegleitern.


Smaragd


Das Schwergewicht unter den Wachauer Kategorien, doch möglichst eines, das muskelbepackt und kraftvoll, statt üppig und fett daherkommt. Die Voraussetzungen dafür sind im Spitzer Graben nicht schlecht. Das Klima ist im Allgemeinen etwas härter als draußen an der Donau, die Winde sind kühler, der Tag-Nacht Unterschied ist größer. Zudem reifen die Trauben höher oben und die Vegetationsphase ist länger, wodurch die Beeren nicht nur zusätzlich Extrakte einlagern können, sondern auch an Struktur gewinnen. Smaragde haben mehr als 12,5% Alkohol und sind, wenn alles glatt läuft, der Zenit im Wachauer Qualitätsdenken. Sie sind im Idealfall nuanciert, komplex, dicht, konzentriert, elegant, kompakt, lang und langlebig.